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Das Trainerkarussell dreht sich weiter

10. 04. 2009 - Enrico Barz

Piţurcă entlassen

Der rumänische Fußballverband hat sich am Donnerstag von Nationaltrainer Victor Piţurcă getrennt. Das dürftige Abschneiden in der WM-Qualifikation wurde dem 52-Jährigen zum Verhängnis. Zuletzt hatte es in der Europa-Gruppe 7 eine 1:2-Niederlage in Österreich gegeben. Für den aktuell Tabellenvorletzten ist mit mageren vier Punkten der Zug zur WM nach Südafrika längst abgefahren.

Seit Dezember 2004 war Piţurcă im Amt. Höhepunkt seiner Arbeit war sie Qualifikation für die EURO 2008, wo man allerdings über die Vorrunde nicht hinauskam. Wer nun sein Nachfolger wird, darüber ist noch nichts bekannt.

Vandereycken muss gehen

In Belgien musste Nationaltrainer René Vandereycken seinen Hut nehmen. Mit den beiden Niederlagen jüngst gegen Bosnien-Herzegowina hatte der 55-Jährige auch den letzten Kredit bei seinem Arbeitgeber aufgebraucht. Die Belgier sind momentan in der WM-Qualifikation Vierter der Europa-Gruppe 5. Die Distanz zu Relegationsplatz zwei beträgt immerhin schon fünf Punkte.

Gut drei Jahre war Vandereycken Nationalcoach. Nun sucht der belgische Fußballverband einen neuen Mann. Es fällt in diesem Zusammenhang häufig der Name Erik Gerets, aktuell Trainer von Olympique Marseille.

Personelle Konsequenzen in Tschechien

Mit eisernem Besen kehrt man beim tschechischen Fußballverband. So wurden die Spieler Tomáš Ujfaluši, Milan Baroš, Radoslav Kováč, Martin Fenin, Marek Matějovský und Václav Šverkoš suspendiert. Ihnen wird vorgeworfen, sie hätten sich nach der 1:2-Heimniederlage gegen die Slowakei in Prag mit Prostituierten vergnügt. Tomáš Ujfaluši, zuletzt Kapitän der Mannschaft, zog daraufhin persönliche Konsequenzen und erklärte seinen Rücktritt aus dem Nationalteam.

Auch Trainer Petr Rada verlor seinen Job. 0:0 in Slowenien, 1:2 gegen die Slowakei - diese kümmerlichen Resultate waren dem Verband für eine Weiterbeschäftigung zu wenig. Die Tschechen haben als Vierter in der Gruppe 3 auch schon vier Zähler Rückstand auf Rang zwei.

Nach der EURO 2008 hatte Rada die Nachfolge von Karel Brückner angetreten. In den acht Spielen unter seiner Regie gewann man nur zweimal. Die erfolgreiche WM-Qualifikation ist in weite Ferne gerückt. Wer den Karren nun aus dem Dreck ziehen soll, das möchte der Verband Ende April bekannt geben. Zu den Kandidaten gehören František Straka und Karel Jarolím.

Milutinović trainiert im Irak

Velibor "Bora" Milutinović ist neuer Trainer von Iraks Fußball-Nationalmannschaft. Der Serbe übernimmt das Amt zunächst bis zum Sommer 2009. Im Juni wird er das Team beim Confederations Cup in Südafrika betreuen. Bei der WM im Jahr darauf fehlt der Irak allerdings, da man bereits im Sommer letzten Jahres in der Qualifikation hängen blieb.

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