Mexiko verzichtet auf WM-Bewerbung
04. 10. 2009 - Enrico Barz
Der Fußballverband Mexikos hat kein Interesse mehr an einer Ausrichtung der WM-Turniere 2018 bzw. 2022. Aufgrund der weltweiten wirtschaftlichen Probleme sieht man sich nicht in der Lage, die notwendigen Investitionen zu tätigen. Vor allem in Fragen der Infrastruktur müsste einiges getan werden. Somit läuft es aktuell noch auf zehn Bewerbungen hinaus.
Reges Interesse an der WM-Ausrichtung 2018 und 2022
03. 02. 2009 - Enrico Barz
Am 02. Februar 2009 lief beim Weltfußballverband FIFA die Frist für die Abgabe der offiziellen Interessenerklärungen bezüglich einer Ausrichtung der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 ab. Insgesamt 13 nationale Mitgliedsverbände bemühen sich demnach um eines der Turniere. Diese Interessenten meldeten sich fristgerecht bei der FIFA, wobei es auch zwei Doppelkandidaturen gibt. Dies sind Belgien und die Niederlande, die im Verbund bereits die EURO 2000 ausrichteten, sowie Spanien und Portugal, die jeweils schon in Alleinregie Welt- oder Europameisterschaften organisierten. Darüber hinaus hoffen Australien, England, Indonesien, Japan, Mexiko, Katar, Russland, Südkorea und die USA darauf, sich im Auswahlverfahren letztlich durchzusetzen. Insgesamt handelt es sich also um elf Bewerbungen.
Südamerikanische Kandidaturen sind für beide Weltmeisterschaften nicht zugelassen, da das Turnier im Jahr 2014 in Brasilien stattfindet. In Afrika, mit Südafrika 2010 am Zug, hätte allenfalls 2022 wieder eine WM stattfinden dürfen. Doch das zwischenzeitlich vermeldete Interesse von Ägypten erwies sich als gegenstandslos.
Während der kommenden 15 Monate müssen die interessierten Verbände eine Reihe von Bewerbungsmodalitäten erfüllen, die letztlich dahinführen, dass am 14. Mai 2010 das komplette Bewerbungsdossier bei der FIFA eingegangen sein muss. Darin sollten die Bewerber glaubhaft versichern können, der Ausrichtung einer WM gewachsen zu sein. Dazu gehört zum Beispiel das Vorhandensein von etwa zwölf Stadien mit einem Fassungsvermögen von mindestens 40.000 Zuschauern. Eines sollte für das Eröffnungsspiel und das Finale sogar 80.000 Fans Platz bieten.
Die interessierten Verbände können sich jeweils nur um eines der Turniere bemühen. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die WM 2022 nicht an eine Bewerbung aus der Konföderation (von dem Kontinent) vergeben wird, die bereits mit der Austragung der Veranstaltung vier Jahre zuvor betraut wurde.
Im Dezember 2010 trifft das FIFA-Exekutivkomitee die Entscheidung, wo die Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 stattfinden werden.