Glanzloser Aufgalopp mit drei Toren13. 05. 2010 - Enrico BarzMit einem 3:0-Sieg gegen Malta ist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in die direkte Vorbereitung auf die WM 2010 gestartet. Sonderlich viel Glanz konnte das Team von Joachim Löw dabei nicht verbreiten. Verdient allerdings war der Erfolg allemal. Und er hätte durchaus auch höher ausfallen können.
In den Phasen, wo die DFB-Elf das Tempo hochhielt, ergab sich eine Reihe von Torchancen. Nutzen aber konnte nur Cacau zwei davon (16., 58.). Der dritte Treffer entsprang einem Eigentor von Kenneth Scicluna (61.) Darüber hinaus wurden die Gelegenheiten vergeben. Keiner der anderen Stürmer verschaffte sich Selbstvertrauen. Eventuell kann sich Lukas Podolski mit seinen zwei Torvorlagen trösten. Nötig hat er es vermutlich nach all der Kritik.
Muster ohne Wert
Das deutsche Team musste ohne die Profis des FC Bayern München und das SV Werder Bremen auskommen. Auch Michael Ballack hat noch mit seinem FC Chelsea London zu tun. Und so war das allenfalls die halbe Nationalmannschaft, die da im neuen Aachener Tivoli auflief. Zudem ließ der drittklassige Gegner kaum Rückschlüsse zu. Es ging in erster Linie darum, den noch recht unerfahrenen Akteuren Spielpraxis Im Trikot mit dem Adler auf der Brust zu verschaffen. Und Joachim Löw sichtete bei der Gelegenheit noch weitere junge Spieler. Neben Dennis Aogo gaben auch die Perspektivspieler Mats Hummels, Kevin Großkreutz und Stefan Reinartz ihr Länderspieldebüt. Dass die DFB-Elf da nicht über 90 Minuten forsch zur Sache ging, sich auch reichlich Auszeiten nahm, muss wohl so hingenommen werden.
Die Malteser haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten eine gute Partie abgeliefert. Wenn es der Gegner gestattete, nahm die Mannschaft von Trainer John Buttigieg sogar aktiv am Spiel teil, erarbeitete sich auch zwei, drei Torszenen. Und nachdem Malta in der Vergangenheit in Deutschland immer mindestens sechs Tore eingeschenkt bekam, ist das heutige Resultat als Erfolg zu werten.
Erfolgreich wurde heute auch dem guten Zweck gedient. Die Einnahmen aus diesem Spiel kommen der Egidius-Braun-Stiftung zugute.
Den deutschen Nationalspielern stehen nun Wochen des Trainings bevor. Und wenn das Team am 29. Mai in Budapest auf Ungarn trifft, lassen sich vielleicht schon Fortschritte erkennen. |
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