Amt des Bundestrainers ab Sommer vakant?11. 02. 2010 - Enrico BarzZum Ende des vergangenen Jahres schien es perfekt. Joachim Löw sollte dem deutschen Fußball-Bund (DFB) bis 2012 erhalten bleiben. Doch nach den Turbulenzen der letzten Tage steht eine Verlängerung des Vertrages über die WM 2010 hinaus mehr denn je in den Sternen.
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Kompetenzgerangel, sehr weit reichende Machtbefugnisse, finanzielle Aspekte und ein 48-Stunden-Ultimatum belasteten die Verhandlungen. Zudem sind Löws Vorstellungen und Wünsche an einen gewissen Personenkreis gekoppelt, der das gesamte Trainerteam und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff umfasst. Das erschwerte die Sache zusätzlich. Darüber hinaus wurden die Verhandlungen von beiden Seiten eher unglücklich geführt, um es vorsichtig auszudrücken. Dass darüber hinaus diese ganzen Details an die Öffentlichkeit gelangten, lässt sich entweder nur als dilettantisch bezeichnen, oder man sucht die Schuld bei einer undichten Stelle in Reihen des DFB. Oder es handelte sich schlicht um den Versuch der Partien, die eigene Verhandlungsposition zu stärken. Letztlich kamen beide Seiten nicht zu einer Übereinkunft und vertagten die Vertragsgespräche auf die Zeit nach der WM.
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 Joachim LÖW |
Die Auswirkung auf die deutsche Fußball-Nationalmannschaft sind schwer abzusehen. Trotz der Aussprache zwischen Joachim Löw und Oliver Bierhoff auf der einen und DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger und Generalsekretär Wolfgang Niersbach auf der anderen Seite, trotz des Schulterschlusses beim DFB wird diese Thema in schöner Regelmäßigkeit hoch kochen und die Vorbereitung auf die WM und womöglich sogar beim Turnier selbst stören. Die Beteiligten schworen denn auch umgehend, im Sinne des deutschen Fußballs mit aller Professionalität auf eine erfolgreiche WM in Südafrika hinzuarbeiten. Als Alibi soll die Geschichte also nicht dienen. Inwieweit sie die Konzentration aufs Wesentliche behindert, wird sich zeigen.
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