Heftige Blamage für Argentinien02. 04. 2009 - Enrico Barz
Eine ganz böse Pleite erlebte Argentinien in der Höhe von La Paz. In Boliviens Hauptstadt ging die Mannschaft von Diego Armando Maradona, nach dem 4:0-Sieg am Wochenende gegen Venezuela noch überschwänglich gefeiert, gnadenlos unter. Mit einer 6:1-Packung wurden die "Gauchos" wieder zu Tal geschickt. An der Blamage änderten auch solch prominente Namen wie Lionel Messi, Martín Demichelis oder Carlos Tévez nichts.
Auf die frühe Führung Boliviens durch Marcelo Moreno Martins (11.) hatte die "Albiceleste" in ca. 3.600 Metern Höhe noch eine Antwort. In der 25. Spielminute gelang Luis "Lucho" González der Ausgleich. Danach aber gingen den Argentiniern die Argumente aus. Die weiteren Treffer für Bolivien steuerten Joaquín Botero (34. Strafstoß, 53., 66.), Alex da Rosa (45.+1) und Didi Torrico (87.) bei. Zu allem Überfluss flog beim Stand von 4:1 auch noch Argentiniens Ángel di María keine zehn Minuten nach seiner Einwechslung mit Rot vom Platz.
In der Tabelle verlor Argentinien durch diese Niederlage den zweiten Platz. Brasilien und Chile konnten vorbeiziehen. Und die Distanz zu Spitzenreiter Paraguay ist inzwischen auf fünf Punkte angewachsen.
"Big Point" für Paraguay
Die Mannschaft Paraguays begab sich ebenfalls in die dünne Höhenluft. Das Team von Gerardo Martino musste in Quito antreten und holte dort einen ganz wichtigen Punkt. Auf etwa 2.850 Metern über dem Meer trennte man sich von Gastgeber Ecuador 1:1.
Dabei hatte es nicht gut ausgesehen für Paraguay im Estadio Olímpico Atahualpa. Seit der 64. Minute führten die Ecuadorianer durch ein Tor von Cristian Noboa. In der 85. Spielminute wurden die Gäste zudem dezimiert, als Paulo da Silva die Rote Karte sah. Doch in der Nachspielzeit gelang Edgar Benítez tatsächlich noch der Augleich.
Chile holt einen Punkt in Unterzahl
Keine Tore gab es im Aufeinandertreffen zwischen Chile und Uruguay. Obwohl die Gastgeber in Santiago de Chile bereits nach gut einer halben Stunde Mauricio Isla mit Gelb-Rot verloren, gelang es Uruguay nicht, daraus Kapital zu schlagen.
Brasilien siegt standesgemäß
Das abgeschlagene Tabelleschlusslicht konnte dem fünfmaligen Weltmeister nicht gefährlich werden. Brasilien siegte gegen Peru in Porto Alegre klar mit 3:0. Die Tore für die Auswahl von Carlos Dunga erzielten Luís Fabiano (18. Strafstoß, 27.) und Felipe Melo (63.). Mit diesem Erfolg schlüpft die "Seleção" in die erste Verfolgerrolle von Spitzenreiter Paraguay. Drei Punkte beträgt die Differenz.
Venezuela schlägt Kolumbien 2:0
Im Kampf um die WM-Startplätze in Südamerika erlitt Kolumbien einen Rückschlag. In Puerto Ordaz unterlag die Mannschaft von Trainer Eduardo Lara gegen Venezuela mit 0:2. Die gastgebenden Venezolaner siegten hoch verdient, machten jedoch erst in der Schlussviertelstunde durch Tore von Nicolás Fedor und Juan Arango alles klar. Dabei profitierte man auch von der Tatsache, dass die Kolumbianer nach dem Platzverweis für Abel Aguilar über eine Stunde lang in Unterzahl spielen mussten.
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